- Hals-Nasen-Ohren-Praxis Dr. med. Tariq Plöger in Berlin Mariendorf

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Schmerzen in den Nebenhöhlen

Wenn dumpfe oder stechende Schmerzen in den Nebenhöhlen auftreten, ist die Ursache meistens eine örtliche Entzündung. Geschwollene Schleimhäute verhindern den Abfluss von Sekret und es kommt zu einem schmerzhaften Stau in den Nebenhöhlen. Deshalb wird die Nebenhöhlenentzündung häufig durch abschwellende Sprays oder Inhalationen behandelt.

Wodurch entstehen Schmerzen der Nebenhöhlen?

  • Schmerzen über der Wange, der Nase oder über der Stirn deuten auf eine Entzündung der Nebenhöhlen hin. Wenn ein Schnupfen vorausgeht und der Schmerz zunimmt, sobald sich der Patient nach vorne beugt oder aufsteht, verbirgt sich fast immer eine Infektion der Hohlräume hinter der Nase und der Kieferhöhle.

  • Die Schleimhäute der Nebenhöhlen produzieren ein Sekret, das über kleine Kanäle abfließt und damit den ausgekleideten Raum sauber hält. Ist der Ausgang verstopft, können sich in der aufgestauten Flüssigkeit Bakterien und Viren vermehren. Manchmal gelangen auch bei vereiterten Zahnwurzeln oder bei einer Zahnbehandlung Erreger in den dahinter liegenden Hohlraum.

  • Entzündungen der Nebenhöhlen sind neben Allergien und Virusinfektionen die häufigsten Erkrankungen der Atemwege.


Wie stellt der Arzt eine Nebenhöhlenentzündung fest?

  • Lässt sich bei der klinischen Untersuchung durch Tasten und leichtes Klopfen ein Schmerz auslösen, erhärtet dies den Verdacht.

  • Mit einem dünnen biegsamen Schlauch erreicht der Arzt das Innere der Nebenhöhlen und kann so erkennen, ob die Abflusskanäle blockiert sind. Eine Probe der Flüssigkeit erlaubt dem Labor, infektiöse Erreger zu bestimmen.

  • Auch eine Ultraschalluntersuchung und eine Röntgenaufnahme liefern wichtige Informationen über Schwellungen und Engstellen. Bei Verdacht auf eine chronische Entzündung und Beteiligung mehrerer Nebenhöhlen wird meist eine Computertomografie durchgeführt.


Welche Therapie hilft?

  • Damit das Sekret wieder abfließen kann, sorgen Medikamente dafür, dass die Schleimhaut abschwillt. Solche Nasensprays dürfen nur für kurze Zeit verwendet werden, da auf Dauer sonst die Schleimhaut geschädigt wird. Schleimlösende Arzneimittel verflüssigen das Sekret und helfen mit, dass die Nebenhöhle belüftet wird. Damit wird den Bakterien die Grundlage für ihre Vermehrung entzogen.

  • Um dem Patienten den Schmerz zu nehmen, kann der Arzt mit einem örtlichen Betäubungsmittel die Nerven der Nebenhöhlen blockieren; innerhalb weniger Minuten klingt der Schmerz für mehrere Stunden ab. Außerdem wird dabei die entsprechende Nebenhöhle besser durchblutet.

  • Ist eine Allergie die Ursache für schwellende Schleimhäute, helfen Antiallergika und kortisonhaltige Nasensprays.

  • Wenn sich die Entzündung über längere Zeit hinzieht oder der Verlauf besonders schwer ist, setzt der Arzt Antibiotika gegen die unerwünschten Bakterien ein.

  • Wenn alle diese Maßnahmen nicht helfen, ist unter Umständen eine Operation notwendig. Durch die Operation werden Engstellen beseitigt, die den Abfluss des Sekrets behindern. Zusätzlich werden oft Polypen entfernt oder auch eine schiefe Nasenscheidewand begradigt, die mitunter zu den Beschwerden beitragen.


Wie kann der Patient vorbeugen?

  • Schleimhautabschwellende Sprays können schon zu Beginn eines Schnupfens helfen, dass die Schleimhäute der Nebenhöhlen nicht allzu sehr anschwellen. Allerdings gewöhnt sich der Körper nach längerer Anwendung an die Wirkstoffe, sodass ihre Wirkung nachlässt und sie nur über kurze Zeit hinweg helfen.

  • Wichtig ist es auch, die Schleimhäute immer feucht zu halten und ausreichend zu trinken. Durch Dampfinhalation können die Schleimhäute befeuchtet werden. Eine Nasendusche hat den gleichen Effekt und spült zudem noch Erreger aus der Nasenhöhle.


Seltene Komplikationen

  • Wenn die Behandlung nicht anschlägt, kann sich der Entzündungsherd weiter ausbreiten. In Richtung der Lunge entsteht dadurch eine Rachen- und Kehlkopfentzündung. In schlimmeren Fällen betrifft es Augen, Gehirnhaut oder gar das Gehirn. Diese Notfälle erfordern dann schnellstmöglich eine Behandlung in der Klinik. Soweit kommt es allerdings nur sehr selten.

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Bei Schnupfen sind ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ein guter Sekretabfluss wichtig. Wenn Schmerzen im Bereich der Nebenhöhlen nach einigen Tagen nicht abklingen, muss ein Arzt die Ursache abklären und weitere Maßnahmen einleiten.

 
 
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