- Hals-Nasen-Ohren-Praxis Dr. med. Tariq Plöger in Berlin Mariendorf

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Wann braucht man ein Hörgerät?

Ein Hörgerät ist ein kleines technisches Gerät, das eine Schwerhörigkeit so gut wie möglich ausgleicht. Wenn ein Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO-Arzt) beim Patienten eine Schwerhörigkeit feststellt, verordnet er unter bestimmten Bedingungen ein Hörgerät. Anschließend passt ein Hörgeräte-Akustiker das für den Patienten optimale Hörgerät an.

Wie stellt der HNO-Arzt eine Schwerhörigkeit fest?

  • Die wesentliche Untersuchung, um eine Schwerhörigkeit festzustellen, ist der Hörtest. Dafür führt der Arzt eine Tonschwellen-Audiometrie durch. Er spielt dem Patienten Töne in unterschiedlichen Höhen vor und ermittelt so den Ton, den der Patient gerade noch hören kann. Aus diesen Messungen ergibt sich eine Kurve, die sogenannte Hörkurve. Bei einem Schwerhörigen weicht diese Kurve deutlich von der Normalkurve ab. Die Abweichungen werden in Dezibel (dB) angegeben.

  • Ein weiterer wichtiger Test ist die Sprach-Audiometrie. Mit diesem Test stellt der Arzt fest, inwieweit der Patient Sprache hören und verstehen kann. Dafür spielt er ihm ein- oder zweisilbige Wörter mit einer bestimmten Lautstärke vor. Entscheidend ist die Anzahl der Wörter, die der Patient verstehen kann.


Wann verordnet der Arzt ein Hörgerät?

  • Voraussetzungen dafür, dass der HNO-Arzt ein Hörgerät verschreibt, sind:

  •   im Ton-Audiogramm beträgt der Hörverlust bei mindestens einer der geprüften Frequenzen (Tonhöhen) mindestens 30 dB

  •   im Sprach-Audiogramm sind deutliche Hörverluste festzustellen

  •   es gibt keine operative Möglichkeit, die Schwerhörigkeit zu verbessern

  •   der Patient muss ein Hörgerät tragen wollen und in der Lage sein, es zu bedienen


Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Hörgerät?

  • Für den Zeitpunkt, ab dem man ein Hörgerät tragen sollte, gibt es keine allgemeingültigen Regeln. Die individuelle Situation des Patienten spielt eine wichtige Rolle. Je länger man jedoch mit dem Hörgerät wartet und je mehr sich das Gehör verschlechtert hat, desto schwieriger wird die Gewöhnung an das neue Gerät und das damit verbundene neue Hörempfinden. Wenn man lange Zeit schlecht gehört hat, müssen sich Ohr und Gehirn erst wieder an die neue Situation gewöhnen. Wer sich bereits früh für ein Hörgerät entscheidet, kann es im Alltag meist auch besser einsetzen.

  • Häufig scheuen sich Patienten, ein Hörgerät zu tragen, da sie sich damit alt und behindert fühlen, oder weil sie Schwierigkeiten mit ihrem Aussehen haben. Diese Bedenken sind jedoch völlig unbegründet. Meist haben die Menschen im näheren Umfeld die Schwerhörigkeit schon lange bemerkt. Denn sie ist nicht nur für den Betroffenen selbst ein Problem, sondern ebenso für seine Gesprächspartner. Missverständnisse oder seltsame Reaktionen in Gesprächen aufgrund von falschem Verstehen sind weitaus unangenehmer, als einen kleinen „Knopf im Ohr“ zu tragen. Daher sollte man die Schwerhörigkeit nicht verdrängen und offen dazu stehen.


Bessere Kommunikation

  • Zwar kann auch das beste Hörgerät die Schwerhörigkeit nicht komplett aufheben, ein gut angepasstes Gerät verhilft aber in aller Regel zu einer verbesserten Kommunikation mit den Mitmenschen und so zu einem aktiveren Leben. Auch im Berufsleben kann man die Anforderungen häufig besser bewältigen. Richtig angepasste Hörgeräte schaden dem Gehör nicht. Erst einmal ausprobieren

  • Wenn der HNO-Arzt ein Hörgerät verschrieben hat, ist der nächste Ansprechpartner der Hörgeräte-Akustiker. Er sucht die in Frage kommenden Hörgeräte aus. Dann sollte der Patient mehrere verschiedene Geräte über einen längeren Zeitraum testen. Er sollte sie in den verschiedensten Hörsituationen erproben, wie beispielsweise im Gespräch mit mehreren Personen, beim Telefonieren, beim Fernsehen, bei Hintergrundlärm, am Arbeitsplatz. Erst dann sollte man sich in aller Ruhe für ein Gerät entscheiden. Denn schließlich muss man damit zurechtkommen und sich wohlfühlen – zudem sind die Kosten für ein Hörgerät auch relativ hoch.



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Der HNO-Arzt kann mithilfe eines Hörtests das Hörvermögen messen. Stellt er Schwerhörigkeit fest, sollte man nicht zu lange damit warten, sich ein Hörgerät anpassen zu lassen. Denn je länger man wartet, desto länger dauert auch die Gewöhnung an das neue Hören mit dem Gerät

 
 
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